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Wieder eine andere Stadt:

die Weiße Stadt; so hat man sie genannt.

Seit vielen Jahren hatte ich den Wunsch, hinzureisen und in ihr spazierenzugehen. Steil am Meer, Großstadt, Hauptstadt, französische Stadt, arabische, Stadt des 20. Jahrhunderts, des Linksradikalismus.

Ich kenne niemanden persönlich, der in ihr gewesen ist, oder vielleicht doch Michael Roes.

Ich kenne niemanden persönlich, der in Algerien gewesen ist.

Heute, am 23. August 2019, wurde mir in der Algerischen Botschaft in Berlin ein Visum verweigert. Ich hatte längst den Flug mit der Lufthansa dorthin gebucht und bezahlt, ich hatte das Visum bezahlt und die ganzen komplizierten Voraussetzungen halbwegs oder ganz erfüllt.

Halbwegs oder ganz – da ist nämlich nicht alles so klar. Dreimal war ich in dem stattlichen Botschaftsgebäude in Pankow, allein diese Besuche waren schon abenteuerlich. Man sagte mir nicht, ich hätte irgendetwas falsch gemacht oder verabsäumt.

Niemand außer mir sprach, als ich dort war, vor.

Es sind Unruhen in Algier, Großdemonstrationen – besonders freitags, rund um die so schöne Grande Poste, an der ich spazieren wollte.Natürlich hätte ich das gern erlebt. Allerdings war davon nichts zu ahnen gewesen, als ich die Reise plante, den Flug dorthin buchte und das kleine Hotel, Samir, ein paar Ecken weiter, wo Algier am schönsten und interessantesten ist.